Die Geschichte

 

Pablo der weisse

Die Geschichte von meinem Pablo 14 Jahre her Hunde-Elend in Bülach Verwahrloster hält vier Weisse Schäferhunde und einen 9-er Wurf unter katastrophalen Bedingungen auf einem Industrieareal. Und niemand schaut hin! Vier völlig unterernährte erwachsene Weisse Schäferhunde und ursprünglich 9 erbärmlich vernachlässigte Welpchen fristen ein trauriges Dasein bei ihrem offensichtlich alkoholabhängigen «Halter». Erst durch ein Verkaufsinserat werden Tierfreunde auf das Drama aufmerksam und erleben bei ihrem Besuch Unglaubliches: Tatsächlich wurde bereits der erste Welpe im Alter von 5 (!) Wochen natürlich ohne Impfung, Kennzeichnung und auch völlig verwurmt gegen Barzahlung abgegeben ohne dass auch nur die Adresse der Käufer bekannt wäre. Man fragt sich, was das wohl für Leute sind, die ein solches Hündchen wegen des «Schnäppchenpreises» mitnehmen anstatt sofort die zuständigen Stellen zu informieren? Der alkoholisierte R. ist derart berauscht, dass er mehrmals auf die hilflos schreienden Welpchen tritt und sich damit brüstet, wie bissig die beiden misstrauischen jungen Rüden aus seinem letzten Wurf seien. Tatsächlich wird eine Besucherin unvermittelt attackiert und in den Rücken gebissen. Was müssen solche Hunde durchgemacht haben bis sie so verhaltensgestört werden? Es braucht einen Beissunfall bis endlich die Amtsmühlen mahlen müssen: dank der soeben am 2. Mai 06 in Kraft getretenen Gesetzgebung geht nun alles etwas schneller und die Tiere werden vom VetA beschlagnahmt, weniger aus Tierschutzgründen als wegen «Gefährdung der öffentlichen Sicherheit». Allerdings findet man nur noch 4 der ursprünglich 9 Welpen: Traurig, dass in der Zwischenzeit also insgesamt 5 Welpen bereits verkauft und abgegeben worden sind und das im Alter von nicht mal 6 Wochen! Die 8 beschlagnahmten Weissen Schäferhunde sind nun zwar in Sicherheit, doch sieht ihre Zukunft vorerst nicht rosig aus. Weitere Entscheide des VetA sowie die Beurteilung durch einen Spezialisten stehen aus und solche Verfahren dauern oft Monate. In diesem Fall handelt das VetA allerdings überraschend schnell und gibt die Welpen sowie deren Mutter (nach Kastration) zur Neuplatzierung frei. Die beiden schwer verhaltensgestörten Rüden werden euthanisiert, der Vaterrüde wird kastriert. Immerhin. Man stellt sich unweigerlich die Frage, wer überhaupt einer solchen Person weisse Schäferhunde verkauft haben mag: Es handelt sich um «Züchter» aus Deutschland, welche seit vielen Jahren regelmässig in der Schweizer «Tierwelt» mit einer www.biz-Adresse inserieren, weil sie hier offensichtlich einen guten «Markt» und genügend unkritische Abnehmer finden. Bleiben Sie wachsam, wenn BBS-Welpen aus dem Ausland inseriert werden in der Schweiz: fragen Sie nach den Gründen, warum diese biz-Züchter so viele Würfe jährlich produzieren, dass sie im eigenen Land keine Abnehmer mehr finden, sondern die Welpen ins Ausland verkaufen müssen. Nachtrag: 20. März 2007, zufälligerweise der erste Geburtstag der «Bülacher-Welpen»: Es ergeht folgender Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland: Der bisher nicht vorbestrafte R. wird der fahrlässigen Körperverletzung sowie der Übertretung des Gesetzes über das Halten von Hunden für schuldig befunden: Geldstrafe von CHF 750,- aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, Busse von CHF 500.-, Verfahrenskosten von CHF 911.95 sowie eine anerkannte Zivilforderung von CHF 500.-.

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